Selbstwirksamkeit durch freies Spiel

04. May 2026 14 Min. Lesezeit

Mein Sohn baut auf dem Wohnzimmerteppich einen Bogen. Beim ersten Mal kippt er, beim zweiten auch, beim dritten greift er anders, und beim vierten Mal steht der Bogen. Er schaut kurz, sagt nichts, fängt schon den nächsten an. Selbstwirksamkeit durch freies Spiel sieht meistens genau so aus — keine große Geste, kein Triumph, nur eine kleine Verschiebung in der inneren Erwartung des Kindes. Was Selbstwirksamkeit grundlegend ist, steht im Pillar zu Selbstwirksamkeit; hier geht es um den Mechanismus, der genau im freien Spiel passiert.

Selbstwirksamkeit durch freies Spiel: Was im Spielmoment passiert

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Wer ein Kind beim freien Spiel beobachtet, sieht den Mechanismus oft in 30 Sekunden. Das Kind setzt sich ein eigenes Ziel — ein Bogen, ein Sandkuchen, eine Höhle aus Decken — versucht es, scheitert, justiert die eigene Bewegung, versucht es nochmal. In dieser Schleife wächst die Erwartung, beim nächsten Mal weiter zu kommen. Nichts davon braucht jemanden, der es benennt.

Drei kleine Szenen

Eine Sandkiste am Spielplatz. Ein Mädchen drückt einen Sandkuchen aus dem Förmchen. Beim ersten Mal bricht er, beim zweiten Mal klebt der Sand am Boden, beim dritten klappt es. Sie schaut, fängt einen weiteren an. Sie sagt nicht „ich kann das" — die Erwartung sitzt in der Bewegung, mit der sie den nächsten Versuch beginnt.

Mein Sohn am Reißverschluss seiner Jacke. Drei Versuche, der Schlitten verkantet, einmal weint er kurz vor Frust. Dann nochmal. Beim siebten Versuch schließt sich die Jacke. Was hängenbleibt, ist die Information: bei den ersten Versuchen kann es schiefgehen, am Ende geht es.

In einer Kita stapelt ein Kind Holzklötze. Der Turm wird hoch, kippt, das Kind schaut kurz und stapelt neu — diesmal mit breiter Basis. Niemand hat etwas gesagt. Die Korrektur kommt aus dem Material zurück, das Kind übersetzt sie für sich.

Was hier wirkt

Der Begriff dafür heißt Mastery-Erfahrung — eigene Bewältigung mit eigenen Mitteln. Bandura beschreibt sie als die stärkste Quelle für Selbstwirksamkeit, deutlich vor allem, was Erwachsene zureden oder vormachen können. Eine Längsschnitt-Studie aus deutscher Perspektive zeigt, dass Kinder selbst genau diese Momente — unbeaufsichtigtes, selbstgesteuertes Spielen — als ihren Hauptort des Wirksamkeitserlebens benennen, wenn man sie fragt.

Quelle: Velten, K. (2022). Self-efficacy experiences in day care and primary school from the children's perspective. Journal of Early Childhood Research, 20(2), 191–204.

Warum Selbstwirksamkeit durch freies Spiel entsteht — und nicht durch Anleitung

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Drei Bedingungen kommen im freien Spiel zusammen, die in angeleiteten Situationen fast nie gleichzeitig vorhanden sind. Eigenes Ziel, echtes Scheitern, eigenes Tempo. Wer einen Bauplan abarbeitet, baut den Plan — wer aus eigenem Antrieb baut, baut sich selbst dazu mit auf.

Eigenes Ziel

Das Ziel im freien Spiel kommt aus dem Kind. Niemand sagt, was als nächstes dran ist. Das Kind entscheidet, ob es einen Tunnel oder einen Bogen baut, ob es zwei Stunden lang das Gleiche wiederholt oder alle zehn Minuten wechselt. Diese Wahl ist nicht Beiwerk; sie ist die Voraussetzung für die spätere Wirksamkeitserfahrung. Der Erfolg gehört dem Kind, weil das Ziel dem Kind gehört. Ein Kind, das einen vorgegebenen Plan vollendet, hat den Plan vollendet — der Beweis der eigenen Kompetenz hängt am Plan, nicht an der eigenen Idee.

Echtes Scheitern

Was im freien Spiel kippt, kippt wirklich. Niemand hat es so vorbereitet, dass das Scheitern pädagogisch dosiert wäre. Eben deshalb funktioniert es. Das Kind unterscheidet sehr früh zwischen einem Erfolg, den es sich selbst erarbeitet hat, und einem, den jemand mit-arrangiert hat. Eine Meta-Analyse aus 39 Studien zeigt: Spielsituationen, in denen das Kind seine Wahlfreiheit behält, übertreffen direkte Instruktion bei Frühmathematik, geometrischen Konzepten und kognitiver Flexibilität — der Unterschied liegt weniger in der Aufgabe als im Erleben, dass die Lösung eine eigene war.

Quelle: Skene, K., O'Farrelly, C. M., Byrne, E. M., Kirby, N., Stevens, E. C., & Ramchandani, P. G. (2022). Can guidance during play enhance children's learning and development in educational contexts? A systematic review and meta-analysis. Child Development, 93(4), 1162–1180.

Eigenes Tempo

Im freien Spiel gibt es keinen Takt. Ein Kind kann denselben Bogen zwölfmal hintereinander bauen, weil es bei jedem Mal etwas anders justiert. Diese Wiederholung sieht von außen oft langweilig aus — sie ist es nicht. Sie ist der Übungsmodus, in dem das Kind die eigene Wirksamkeit stabilisiert. Was freies Spiel dabei leistet, dass angeleitetes Spielen kaum kann: das Kind bestimmt, wann der Versuch fertig ist und wann der nächste anfängt. Die theoretische Brücke beschreibt das eine Studie zur Selbstbestimmungstheorie im Kindergarten — Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit als drei Bedingungen, von denen Selbstwirksamkeit als die spürbare Form von Kompetenz wächst.

Quelle: Lyons, M. E. (2022). Within-classroom play: Cultivating autonomy, competence, and relatedness during the transition to kindergarten. Early Childhood Education Journal, 52, 155–165.

Was Erwachsene tun, ohne es zu merken

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Die meisten Eingriffe sind gut gemeint. Eben deshalb fallen sie kaum auf — auch dann nicht, wenn sie den Mechanismus, um den es eigentlich geht, gerade aushebeln. Vier Muster sehe ich bei mir selbst und bei anderen.

Vorschnelles Helfen

Mein Sohn hängt am Schuhe binden. Drei Minuten, fünf Minuten, der Knoten will nicht. Ich spüre, wie meine Geduld weicht — und greife nach den Schnürsenkeln. Er lässt es sich gefallen. Mit jedem Mal, das ich es ihm abnehme, wird die Erwartung „das schaff ich nicht" stabiler. Das ist nicht böse Absicht, das ist Eltern-Müdigkeit. Aber es ist der Punkt, an dem die Wirksamkeitserfahrung verlorengeht.

Eine Mutter im Forum klugekinder.at beschreibt ihr Kind so: „Sie fordert ständig irgendetwas ein, schleicht die ganze Zeit um mich herum, stellt Fragen, kommt mit Dingen an, bei denen sie unbedingt eine Anleitung braucht." Das ist die andere Seite desselben Musters. Wenn ich als Erwachsener zur Standardlösung werde, baut das Kind seine eigene Standardlösung gar nicht erst auf.

Pauschallob

„Toll gebaut!" beim ersten Klotz hilft nicht. Das Kind weiß, dass beim ersten Klotz noch nichts gebaut ist. Lob, das den Prozess benennt — wie lange das Kind drangeblieben ist, was es probiert hat, was es geändert hat — wirkt anders als Lob, das eine feste Eigenschaft betont. Bandura beschreibt das schon in seiner späteren Arbeit: Selbstwirksamkeit wächst nicht aus dem Etikett, das Erwachsene aufkleben, sondern aus den Rückmeldungen, die das eigene Tun sichtbar machen.

Quelle: Bandura, A. (1997). Self-efficacy: The exercise of control. W. H. Freeman & Co.

Bewertung statt Beobachtung

Was während des Spiels von außen kommentiert wird — auch nett kommentiert — verschiebt die Aufmerksamkeit des Kindes nach außen. Es spielt nicht mehr für sich, sondern für mich. Forschende nennen dieses Muster „hijacking play": Wenn die pädagogische Absicht im Vordergrund steht, verliert das Kind die Steuerung — und damit den Boden, auf dem Selbstwirksamkeit überhaupt entstehen kann. Die Korrektur ist unbequem: weniger Reden, mehr Sehen.

Quelle: Pyle, A., & Danniels, E. (2017). A continuum of play-based learning: The role of the teacher in play-based pedagogy and the fear of hijacking play. Early Education and Development, 28(3), 274–289.

Was stattdessen trägt

Eine Verhaltensbeobachtung in einer Pikler-Krippe hat dafür eine Sprache: drei Stufen der Begleitung. Reine Anwesenheit als Standard — das Kind weiß, jemand ist da. Indirekte Hilfe, wenn ein Material gebraucht wird, ohne dass die Initiative gestört wird. Direkte Hilfe nur dort, wo das Kind sie braucht und einfordert. Klingt selbstverständlich. Ist es im Alltag nicht.

Quelle: Sagastui, J., Herrán, E., & Anguera, M. T. (2020). A systematic observation of early childhood educators accompanying young children's free play at Emmi Pikler Nursery School. Frontiers in Psychology, 11, 1731.

Selbstwirksamkeit in Kindergarten und Kita: zwei Räume, ein Mechanismus

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Der Mechanismus ist derselbe; die Bedingungen sind unterschiedlich. Selbstwirksamkeit im Kindergarten oder in der Kita entsteht unter denselben Bedingungen wie zu Hause — eigenes Ziel, echtes Scheitern, eigenes Tempo — nur unter anderen Rahmenbedingungen. Im Kinderzimmer ist die Hürde meist Geduld und Schuldgefühl. In der Kita ist die Hürde meist Zeit, Personal und der unsichtbare Druck, „pädagogisch wirksam" auszusehen. Beide Kontexte funktionieren, wenn die Erwachsenenrolle stimmt.

Im Kinderzimmer am Sonntagvormittag

Ein Vater schreibt im Forum klugekinder.at, seine Tochter spiele „seit drei, vier Wochen länger alleine. Wir merken, dadurch dass wir keinen Druck ausüben, geht es." Drei, vier Wochen ohne Druck. Das ist die Größenordnung, in der sich solche Veränderungen bewegen — keine Methode für ein Wochenende.

Eine Bloggerin auf mutter-und-sohn.blog formuliert die Erlaubnis dazu offener als die meisten Ratgeber: „Mama spielt nicht. Jedenfalls nicht wie der Fünfjährige. Warum zwingen wir uns, zu tun, als hätten wir die Interessen eines Vorschulkindes?" Sich nicht zu verstellen ist nicht Vernachlässigung — es ist die ehrliche Variante der Begleitung. Das Kind merkt schnell, ob das Mitspielen echt ist oder gespielt. Beim freien Spiel allein zu bleiben ist für viele Kinder dann leichter als das halbe Mitspielen einer abgelenkten Erwachsenen.

In der Kita während des Freispiels

Was Erzieher:innen während des Freispiels tun, sieht von außen oft nach „nichts" aus. Eine Erzieherin beschreibt es im HiPP-Forum so: „Im Freispiel steht man als Erzieherin den Kindern helfend zu Seite, wenn sie Hilfe erbitten oder benötigen. Man beobachtet die Kinder, mal eine kleine Gruppe, mal ein einzelnes Kind." Eine andere, in derselben Diskussion: „Entweder habe ich aktiv beobachtet oder ich habe Papierkram gemacht, Regale sortiert, dekoriert, kaputte Spielsachen aussortiert."

Die zweite Aussage liest sich beim ersten Mal wie ein Geständnis. In Wahrheit ist sie professionelle Zurückhaltung. Dieses Nicht-Eingreifen ist die Voraussetzung dafür, dass Kinder im Freispiel ihre Mastery-Schleifen aufbauen können.

Was das Material dazu beiträgt

Offenes Spielmaterial — also Material ohne vorgegebene Lösung — verstärkt den Mechanismus, weil es das eigene Ziel überhaupt erst zulässt. Kein Bauplan, keine Vorgabe, kein „so geht das richtig". Die Forschung dazu spricht von Loose Parts: Stoffe, Naturmaterial, Bausteine ohne festen Verwendungszweck. Eine Übersicht der American Academy of Pediatrics empfiehlt Spiel mit solchem Material ausdrücklich als Entwicklungsgrundlage — Kinderärzt:innen sollen es „verschreiben", weil es Selbstregulation, Sprache und exekutive Funktionen trägt. Bei uns sind das offene Bogen-Bauelemente, die nicht klemmen, nicht vorgeben, wie sie zusammengesetzt werden, und sich nur durch Statik halten. Das macht sie zur Loose-Parts-Variante in der Bauecke; jedes ähnlich offene Material funktioniert nach demselben Prinzip.

Quelle: Yogman, M., Garner, A., Hutchinson, J., Hirsh-Pasek, K., & Golinkoff, R. M. (2018). The power of play: A pediatric role in enhancing development in young children. Pediatrics, 142(3), e20182058.

Warum das nicht nur Spielförderung ist, sondern Schutzfaktor

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In den letzten Jahrzehnten ist die Zeit, in der Kinder ohne Aufsicht und ohne Vorgabe spielen, deutlich gesunken — bei gleichzeitig steigender Verplanung des Tages. Eine Übersichtsarbeit aus dem Journal of Pediatrics führt diesen Rückgang als einen der zentralen Treiber für die wachsenden psychischen Belastungen bei Kindern an. Der Mechanismus dahinter ist nicht mystisch: ohne selbstgesteuerte Aktivität fehlt das Erleben von Kompetenz und Kontrolle, und damit fehlt die Basis, auf der Selbstwirksamkeit überhaupt wachsen kann.

Was Selbstwirksamkeit langfristig leistet

Kinder mit hoher Selbstwirksamkeit erleben dieselben Probleme wie andere Kinder — sie deuten sie aber anders. Eine Aufgabe wird eher als schwer-aber-lösbar gedeutet denn als überfordernd. Diese Deutung beeinflusst, ob das Kind durchhält oder aufgibt, und hängt eng mit dem zusammen, was später als Frustrationstoleranz sichtbar wird. Was im freien Spiel mit drei Jahren angelegt wird, trägt in die Schule hinein und darüber hinaus.

Quelle: Gray, P., Lancy, D. F., & Bjorklund, D. F. (2023). Decline in independent activity as a cause of decline in children's mental well-being: Summary of the evidence. The Journal of Pediatrics, 260, 113352.

Häufige Fragen

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Wie viel Zeit pro Tag freies Spiel ist sinnvoll?

Es gibt keine fixe Zahl. Die größeren Studien arbeiten mit Range-Empfehlungen statt Punktzielen — viele Forschende halten mindestens eine Stunde freies, ungelenktes Spiel pro Tag für eine sinnvolle Untergrenze, gerne mehr. Wichtiger als die Minutenzahl ist die Struktur: dass es echte Zeitfenster gibt, in denen weder ein Termin noch ein Erwachsener das Spiel unterbricht. Lieber dreißig Minuten ungestört als zwei Stunden mit Bewertung dazwischen.

Mein Kind sagt „mir ist langweilig" — funktioniert freies Spiel hier nicht?

Langeweile ist meistens kein Zeichen, dass freies Spiel nicht funktioniert. Sie ist die Übergangsphase, in der das Kind die eigene Spielidee noch nicht gefasst hat. Wer sie schnell überbrückt — durch Vorschläge, Geräte, ein neues Angebot — kappt diesen Übergang. Wer sie aushält, sieht oft nach zehn bis zwanzig Minuten, dass das Kind eine eigene Beschäftigung findet, die es nicht gefunden hätte, wenn man eingesprungen wäre.

Schadet angeleitetes Spielen der Selbstwirksamkeit?

Nein, sofern es nicht das einzige Spielen ist. Forschung zeigt sogar, dass Mischformen — sogenanntes Guided Play, bei dem das Kind die Spielleitung behält — bei bestimmten Lerninhalten besonders gut funktionieren. Problematisch wird es, wenn das angeleitete Spielen das freie Spiel verdrängt. Eine grobe Faustregel aus der Forschung: zwei Einheiten freies Spiel auf eine Einheit angeleitete Sequenz.

Bringt Bauen mit Anleitung das Gleiche wie freies Bauen?

Nicht für die Selbstwirksamkeitserfahrung. Beim Bauen nach Plan gehört der Erfolg dem Plan; das Kind hat den Plan korrekt umgesetzt. Beim freien Bauen ist es die eigene Idee, die getragen oder gekippt ist. Das ist ein qualitativer Unterschied, kein Mengenunterschied. Beide Formen haben Wert; aber wer Selbstwirksamkeit fördern will, kommt am freien Bauen nicht vorbei.

Was, wenn das Kind im freien Spiel nichts macht und nur sitzt?

Beobachten, nicht eingreifen. „Sitzen und schauen" ist oft die Vorstufe zum Spielen, nicht der Stillstand. Manche Kinder brauchen Anlauf — vor allem dann, wenn sie es gewohnt sind, dass jemand das Spiel anstößt. Sich zurückzuhalten heißt nicht, sich zu entziehen: das Kind merkt, dass jemand in der Nähe ist und greifbar bleibt. Das ist die Bedingung, unter der es selbst losgeht. Wenn das Muster über Wochen anhält und mit Rückzug oder anderen Auffälligkeiten zusammenfällt, ist eine andere Frage gestellt — dafür gibt es Beratungsstellen und Kinderärzt:innen.

Ein Blick zurück ins Spiel

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Wenn ich abends in der Werkstatt eine neue Form ausprobiere, kommt es vor, dass die ersten drei Versuche nichts werden. Beim vierten passt es. Was tragfähig wird, ist nicht der einzelne Erfolg, sondern die Erwartung, dass auch der nächste neue Stein, den ich noch nie gegossen habe, irgendwann passen wird. Diese Erwartung ist Selbstwirksamkeit. Sie wächst aus eigenen Versuchen, eigenen Fehlern, eigenen Erfolgen.

Bei Kindern wächst sie unter denselben Bedingungen — wenn die Erwachsenen sie nicht versehentlich ersetzen. Wer den Schritt von hier aus weitergehen möchte, findet in wenn Kinder sich nichts zutrauen konkrete Hinweise für den Alltag, wenn ein Kind sich systematisch zurückzieht.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine professionelle pädiatrische oder pädagogische Beratung. Bei anhaltenden Sorgen wende dich bitte an Kinderärzt:in oder eine Fachstelle.

Quellen & weiterführende Literatur

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Bandura, A. (1977). Self-efficacy: Toward a unifying theory of behavioral change. Psychological Review, 84(2), 191–215. https://doi.org/10.1037/0033-295X.84.2.191

Bandura, A. (1997). Self-efficacy: The exercise of control. W. H. Freeman & Co.

Gray, P., Lancy, D. F., & Bjorklund, D. F. (2023). Decline in independent activity as a cause of decline in children's mental well-being: Summary of the evidence. The Journal of Pediatrics, 260, 113352. https://doi.org/10.1016/j.jpeds.2023.02.004

Lyons, M. E. (2022). Within-classroom play: Cultivating autonomy, competence, and relatedness during the transition to kindergarten. Early Childhood Education Journal, 52, 155–165. https://doi.org/10.1007/s10643-022-01395-2

Pyle, A., & Danniels, E. (2017). A continuum of play-based learning: The role of the teacher in play-based pedagogy and the fear of hijacking play. Early Education and Development, 28(3), 274–289. https://doi.org/10.1080/10409289.2016.1220771

Sagastui, J., Herrán, E., & Anguera, M. T. (2020). A systematic observation of early childhood educators accompanying young children's free play at Emmi Pikler Nursery School: Instrumental behaviors and their relational value. Frontiers in Psychology, 11, 1731. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2020.01731

Skene, K., O'Farrelly, C. M., Byrne, E. M., Kirby, N., Stevens, E. C., & Ramchandani, P. G. (2022). Can guidance during play enhance children's learning and development in educational contexts? A systematic review and meta-analysis. Child Development, 93(4), 1162–1180. https://doi.org/10.1111/cdev.13730

Velten, K. (2022). Self-efficacy experiences in day care and primary school from the children's perspective: A starting point for the reflection of didactic and methodological competences of adult educators. Journal of Early Childhood Research, 20(2), 191–204. https://doi.org/10.1177/1476718X211051192

Yogman, M., Garner, A., Hutchinson, J., Hirsh-Pasek, K., & Golinkoff, R. M. (2018). The power of play: A pediatric role in enhancing development in young children. Pediatrics, 142(3), e20182058. https://doi.org/10.1542/peds.2018-2058

Fachlich geprüft von

Promovierte Psychologin

Ergotherapeutin

Kai Bellinghausen

Gründer & Steinmetz, kajuSPIELBAUSTEINE